Donnerstag, 4. September 2008

Hill Country

Nach langer Zeit der Stille fühle ich mich nun doch genötigt mal wieder was in (auf?) meinen Blog zu schreiben. Passenderweise gibt es sogar was zu erzählen und neue Fotos zu sehen.
Letztes Wochenende war hier in den USA Labor Daz, also der Tag der Arbeit. Jaja, auch hier wird gearbeitet. Damit man das auch garantiert .. ööh .. feiern kann, wird der Labor Day stets auf einen Werktag gelegt (der damit automatisch zu einem Feiertag wird) - genauer gesagt den ersten Montag im September. Das lange Wochenende haben wir für einen etwas längeren Motorrad-Ausflug genutzt - ins "Hill Country" (westlich von San Antonio), das dem Namen nach Hügel und damit Fahrspaß verspricht.

Nach etwa einer guten Stunde Fahrt hat man dann auch endlich das Stadtgebiet von Houston mit seinen Ampeln und/oder Autobahnen hinter sich gelassen, so daß das Fahren schon etwas angenehmer wird:

jaja, unser Moped war auch dabei:


Am ersten Tag haben wir es bis San Antonio geschafft. Das ist eigentlich ganz nett - es gibt nen Fluß, der durch die "Innenstadt" fliesst und an dem man - man mags kaum glauben - sogar spazieren gehen kann. Fast ein bischen wie Utrecht. Aber nur fast!



Außerdem in San Antonio zu bewundern: "The Alamo"


Diese ehemalige Mission hat im Mexikanisch-Texanischen Unabhängigkeitskrieg eine wichtige Rolle gespielt. Hier hatte sich im Februar/März 1836 ein Teil der Texanischen Truppen (hauptsächlich Siedler und andere Abenteurer) verschanzt, die dann aber der Überlegenheit der Mexikaner nicht stand halten konnten. Doch die Texaner haben nicht aufgegeben, und sich statt dessen under Führung von General Sam Houston ich heutigen Osten von Texas neu formiert. Dort fand dann im April 1836 die entscheindende Schlacht von San Jacinto (s. unten) statt, in der die Mexikaner dann letztlich geschlagen wurden und aus dem Land gejagt wurden.
Wie auch immer, "The Alamo" ist sowas wie ein Wallfahrtsort für Texaner - und ich hab's mir immer größer vorgestellt.

Am nächsten Tag gings dann weiter ins eigentliche Hill Country. Hier ein Zwischenstopp im "Lost Maples State Park".

Nächster Halt: Fredericksburg. Wie der Name vermuten läßt, von Deutschen Einwanderern (oder sinds Auswanderer?) gegründet. Und auch heute noch stolpert man über maches ... was an die Heimat erinnert:
("Auslander Biergarten")

Und die Strassenschilder haben Untertitel (was ein Glück, wir hätten uns wohlmöglich verlaufen)


Von Fredricksburg gings dann ins eigentlich Hill Country:

Vorbei am "Enchanted Rock", einem großen Granitkiesel, den irgendein unvorsichtiger Geologe hier liegen gelassen hat. Dieser "verwunschene Stein" hat früher den hier ansässigen Indianerstämmen als Ort für ihre Zeremonien gedient. Heute darf man auch als nicht Schamane draufklettern..

Wasser auf dem Mars?



Die letzte Nacht wollten wir dann eigentlich im "Pedernales State Park" im Zelt verbringen, aber weil wir nicht die einzigen waren, die das lange Wochenende für einen Ausflug genutzt haben, waren sämtliche Zeltplätze wie auch die umliegenden Motels restlos ausgebucht.
Wir haben uns dann dafür entschieden, direkt nach Hause zu düsen, zumal sich Hurrikan Gustav für den nächsten Tag angekündigt hatte. So haben wir den eigentlichen Labor Day ganz gemütlich zu Hause verbracht. Diesen Eintrag drucken

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