Letzte Woche war Thanksgiving und wie bereits erwähnt gab es auch bei uns den obligatorischen Truthahn (Turkey). Und damit wir es nicht ganz alleine mit dem 12-Pfund Flattermann (klar, der kleinste, der zu kriegen war) aufnehmen mussten, haben wir uns Unterstützung fuer das Thanksgiving Mahl besorgt. Maisha's Schwester Mona war fuer knapp zwei Wochen bei uns zu Besuch. Ausserdem hat unser Studienkollege Enno aus New York State das lange Wochenende genuzt, um bei uns in Houston vorbei zu schauen. Zu viert haben wir uns dann also über den Truthahn hergemacht: Mjam, lecker!

Am Freitag - der praktischerweise auch arbeitsfrei war (zumindest fuer uns) sind wir vier dann mit dem Auto nach New Orleans gedüst. Fuer amerikanische Verhaeltnisse liegt das quasi "um die Ecke". Ganz so nah war es dann zwar nicht, aber dafür hattten wir Glück mit dem Wetter. Es war kalt aber trocken. So konnten wir prima zu Fuss die Stadt und speziell das Vieux Carre erkunden, das historische französische Viertel mit den schönen alten Eisenbalkonen an den Häusern.


Abends haben wir die lokale Cajun Küche ausprobiert und uns danach ins musikalische Nachtleben auf der Bourbon Street gestürzt.

Interessant ist dabei, dass es in New Orleans tatsächlich erlaubt ist, Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken (was in vielen Teilen der USA, z.B. in Texas verboten ist). Zumindest solange man das Getränk nicht in einem Glasbehälter mit sich herum traegt. Das führt dazu, dass alle Welt mit quietschbunten Plastikbechern bewaffnet durch die Gegend läuft und daraus Cocktails schlürft.
Die Schlange vor der bekannten "Preservation Hall" war dann doch recht lang, so dass wir ins benachbarte "Maison Bourbon" gegangen sind, wo wir noch einen Platz bei einer Jazz-Session bekommen haben. Denjenigen, die bei den Namen Komisches denken sei gesagt, daß es sich bei diesen "Etablissements" um Jazz-Kneipen handelt.

Alles in allem ein netter Ausflug. Und durch die ganze Lauferei haben wir mindestens den halben Truthahn auch wieder abgearbeitet.
Am Sonntag Vormittag sind Mona, Enno und ich dann noch zur NASA, ins Johnson Space Center gefahren und haben dort die Besichtigungs-Tour mitgemacht. Dabei haben wir "Mission Control" (also den Kontrollraum für die div. Weltraummissionen - "Houston, wir haben ein Problem") gezeigt bekommen und konnten im Anschluss eine der drei letzten vollständig erhaltenen Saturn-V Mondraketen bestaunen:



(die Fotos sind allerdings noch von meinem letzten Besuch)
Weitere Fotos kann man in Enno's Weblog bewundern. Diesen Eintrag drucken
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